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Exodi am XVIII.
Stelle ihnen recht, das du sie lehrest den weg, darinnen sie wandeln, und die werke, die sie tuen sollen.
Wiewohl gut und löblich were, das alle und itzliche burgere und einwohnere dieser churfurstlich stadt Zwickau sich selbst dermaßen verhielten und also lebeten, das es keines gezwanges bedurfte, wie wir dann alle (so wir allein dem naturlichen gesetz, das auch unser herr und gott Jesus Christus verneuet hat, folgeten, welches uns lehret, was wir von andern uns getan haben oder vertragen sein wollen, das wir es andern auch teten und vertruegen) leichtlich tun könten, das also viel und großer ordenung und gesetze, auch ernstlichs zwanges zum guten und abhaltens von bösem ohne not, wie dann jeder, der ein christ ist, sich am selbigen naturlichen gebot settigen lest und sein leben, tun und lassen demselben nachzurichten und meßigen wohl weis, so ereuget sich doch, und die tegliche erfahrung gibt es, das man umb der ungeschlachten, reulosen und frechen leute willen, die sich weder naturliche noch göttliche recht zihen lassen, allerlei statut, ordnung und gesetze aufrichten, geben und haben mus, damit dieselben unartige, gleichsam ein frech pferde am zeume zu leiten, das die frommen sicher und ohne fahr leben mögen. Wiewohl wir dann hiebevor etliche statuten, ordnungen und gewonheiten in dieser stadt gehabt, darnach wir und gemeine burgerschaft in furstoßenden fellen uns gehalten, so befinden wir doch, das es anhero darmit allerlei unrichtigkeit gehabt, dann sie etwo unformlich, etwo gebrechlich, auch etwo der naturlichen billigkeit nicht gemeß gestellet, derwegen auf sonder gnedigen bevel und nachlassung der durchlauchtigisten, durchlauchten, hochgebornen fursten und herren, herren Johansen Fridrichs, des heiligen römischen reichs erzmarschalch, churfursten und burggraven zu Magdeburgk, und herren Johansen Ernsten, gebruedere, herzogen zu sachsen, landgraven in Döringen und markgraven zu Meyssen, unserer gnedigisten und gnedigen herren, auch in craft empfolener obrigkeit, auch auf zulassung [Seite: 4] der recht und unsern pflichten nach haben wir burgermeister und rate, dieser stadt mehrung und aufpflanzung göttliches lobes, zu förderung gemeines nutzes, auch zu aufnemen und gedeien der einwohnere hernach verleibte statuta, ordnung und satzungen mit zeitigen gutem rate zusammengetragen und aufs papir brengen lassen, dieselbigen auch folgends in unserm rate lesen lassen, fleißig bewogen und beratschlagt, auch als gemeiner stadt und allen einwohnern nutzlich und furtreglich befunden, und darumb hinfuro zu halten und darbei zu bleiben fur uns und die unsern, auch unsere und derselbigen nachkommen angenommen, gebieten, meinen und wollen dieselben ihres inhalts von nun an hinfuro von allen burgern, einwohnern und andern, die sich alhie in dieser stadt obrigkeit, gerichten und potmeßigkeit enthalten oder etwas zu fordern haben, bei vermeidung der straf, darinnen verleibet, und andern penen stracks, fest und unverbruchlich zu halten, in maßen wir dann selbst dero geloben und die steif halten wollen. Was auch hiebevor von unsern hochlöblichen landesfursten oder uns statuirt, verordenet oder sonst ubelich gehalten worden, das alhie in dieser reformation nicht abgetan noch verändert ist, das alles sol bei creften bleiben und deme nachgegangen werden. Desgleichen sollen alle alten statuta, ordnung und gewonheiten, wie die genant, so hierinnen nichts verneuet, als cassirt und aufgehoben nicht mehr gelten noch pinden. Wir behalten uns auch bevor, diese statuta, ordnung und gesetze, wenn und wie oft es die gelegenheit erfordern wurde, zu ercleren, bessern, andern, mindern, erhöhen, auch ganz oder zum teil aufheben, darnach sich menniglich zu achten habe.
Dieses statutbuch ist geteilet in sechs heubtteile.
| [Teil I] Das erste teil meldet von sachen gottes ehr und der selen seligkeit betreffend, hat zwene titel ader unterscheid. | Buch I |
|---|---|
| [Teil I Titel 1] Der erste titel ader unterscheid meldet und vormanet zum christenlichen glauben, bruderlicher liebe, gottlichem wort, gehorsam und kinderzucht, hat XI artikel. | Buch I Titel 1 |
| Art. I. Das sich ein jeder des rechten, wahren christenlichen glaubens halten wolle und alle secten flihen. | Zum Text |
| II. Das ein jeder kegen seinen nehisten in rechtschaffener christenlicher liebe sich bezeigen wolle | Zum Text |
| III. Das wort gottes mit fleiß zu hören und zu lesen. | Zum Text |
| IIII. Von denen, so an feiertagen unter den kirchamten spaciren und spilen. | Zum Text |
| V. Das man an feiertagen kein frue örten halten sall. | Zum Text |
| VI. Vom gehorsam kegen der obrigkeit. | Zum Text |
| VII. Die eldern und vormunden und andere, so kinder unter irem gewalt haben, sollen die christenlich aufziehen. | Zum Text |
| VIII. Die eltern, vormunden und andere sollen die kinder zur schulen halten. | Zum Text |
| IX. Die kinder, so zu schulen ungeschick, sal man auf handwerk und zur ander arbeit ziehen. | Zum Text |
| X. Die farlessige eldern, vormunden etc. sollen gestraft werden. | Zum Text |
| XI. Ungehorsame kinder sollen in straf genomen werden. | Zum Text |
| [Teil I Titel 2] Der ander titel ader unterscheid heldet in sich vorpot etlicher gemeiner laster und derselben strafe, hat XVIIII art. | Zum Text |
| I. Wider gotteslesterung, schweren und fluchen. Von lesterung der mutter Christi. Von den zuhören der gotslesterung. Von gottesschwuren und fluchen. | Zum Text |
| II. Von totschlegern und, wie die im falle, do sie entwerden, zu abtrage gelassen mugen werden. | Zum Text |
| III. Vorsetzige totschleger sollen diese stadt 100 und ein jar meiden. | Zum Text |
| IIII. Den aptrag kegen den gerichten nach gelegenheit der sachen und personen zu höen und mindern. | Zum Text |
| V. Von zutrinken, volsaufen und trunkenheit und dero unterschidlichen strafen. | Zum Text |
| VI. Von jungfrauen- und frauenschwechen und vom ehepruch. | Zum Text |
| VII. Die beruchtigte personen zu drei malen sollen vormahnet und gewarnet werden. | Zum Text |
| VIII. Von strafe deren, so uber getane Vorwarnung bei den vordechtigen personen ader an vordechtigen stellen begriffen. | Zum Text |
| IX. Kein unzuchtige ader vordechtige personen zu halten. | Zum Text |
| X. Man und weib, so nicht ehelich beisamen wohnen, desgleichen die, so an der unehe sitzen, sollen alhie nicht geduldet werden. | Zum Text |
| XI. Von koplerei und derselbigen strafe. | Zum Text |
| XII. Von gartendieben und dero strafe. | Zum Text |
| XIII. Von mußiggehen. | Zum Text |
| XIIII. Von den prodigis, schlemmern und prassern. | Zum Text |
| XV. Von spielen mit wurfel und mit karten. | Zum Text |
| XVI. Von zins und wucher. Wer einen andern geld leihet ader [Seite 7] stundet, uf ein benante zeit zu zalen, der sal nicht mehr dan die heubtsumma zu fordern haben. Umb 100 fl hauptsumma jarliche zinse 5 fl auf ein wiederkauf zu keufen ist zugelassen. | Zum Text |
| XVII. Schandlieder in heusern und auf gassen nicht zu singen. | Zum Text |
| XVIII. Kein schand- ader schmeebuchlein zu machen, lesen ader haben. | Zum Text |
| XVIIII. Von strafe deren, die schmeheschriften, libelli famosi genant, dichten, machen ader ausprengen. | Zum Text |
| [Teil II Einschub Revision] Das ander buch dieser statuten saget von sachen zur gesundheit der einwohnere dinstlich, hat X artikel. | |
| 1. Ist ein vorrede. | Zum Text |
| 2. In und vor den heusern sauber zu halten. | Zum Text |
| 3. Kein harmwasser auszugießen. | Zum Text |
| 4. Von heimlichen gemachen und reien. | Zum Text |
| 5. Von straf der ungehorsamen. | Zum Text |
| 6. Von denen, die aufs rats erkentnus kein eingegraben prifet machen können. | Zum Text |
| 7. Von reinigung der prifet und reien | Zum Text |
| 8. Vom lohn, eingegraben prifet zu machen. | Zum Text |
| 9. Von meuerern und andern, die sich zu dieser arbeit nicht wollen gebrauchen lassen. | Zum Text |
| 10. Was man sich in sterbensleuften halten soll. | Zum Text |
| [Teil II] Das ander teil dieser statuten hat VII teil ader titel. Der erste saget von allerlei gemeinen burgerlichen sachen und hat XXVI art. | |
| I. Ein jeder sal dem rate sein geschöes zu gepurlicher zeit entrichten. [Seite 8] | Zum Text |
| II. Was die burgere zu iren gepeuden und sonst von rate kaufen, das sollen sie par zalen. | Zum Text |
| III. Dem rade den zol nicht zu entziehen. | Zum Text |
| IIII. Die viermeister aller handwerge sollen ausganges vier wochen nach irem abschiede rechnung tun. | Zum Text |
| V. Den gerichten auf ir ansuchung beistand zu leisten. | Zum Text |
| VI. Ein jeder sal mit seinem herfartgerete geschickt sein und das sauber halten. | Zum Text |
| VII. Uber einen stein in heusern nicht zu wegen. | Zum Text |
| VIII. Von erbarkeit und zucht in kleidern. | Zum Text |
| IX. Von maes, elen und gewicht. | Zum Text |
| X. Wein- und bierschenken sollen rechte maße geben. | Zum Text |
| XI. Aufen abent umb neun hora kein wein- noch pierörten halten. | Zum Text |
| XII. Was man dene wein- und biergesten zu essen geben mag. | Zum Text |
| XIII. Kein wein nach bier zu breuen oder einzulegen und darvon heimliche zechen zu halten, noch ohne gebreuchlichs öffentlichs zeichen kannenweis zu verkaufen. | Zum Text |
| XIIII. In breuen und schenken einander guten nachpaurlichen willen zu beweisen. | Zum Text |
| XV. Die gerste einzelich nicht einzukeufen und aufen vorkauf zu vormelzen bei straf 10 fl. | Zum Text |
| XVI. Von nacht- und gassengeschrei. | Zum Text |
| XVII. Bei nacht gar kein wehr zu tragen. | Zum Text |
| XVIII. Das torschließen mit drinkenholen nicht zu hindern. | Zum Text |
| XIX. Kein burger sall mit gericht furgenomen werden, er sei dann zuvor vor den amptleuten des rats ersucht. | Zum Text |
| XX. Es sal kein procurator in gutlichen hendeln zugelassen werden. | Zum Text |
| XXI. Das ein jeder burger ein steten vorrate an korn bei sich habe. | Zum Text |
| XXII. Von gemeinen vorrat der stadt. | Zum Text |
| XXIII. Von der handwerge ader zunfte gemeinen vorrate. [Seite 9] | Zum Text |
| XXIIII. Von der becken gemeinen vorrate an weiz und körn. | Zum Text |
| XXV. Von der becken sondern vorrate. | Zum Text |
| XXVI. Von des gemeinen kasten vorrate. | Zum Text |
| [Teil II Titel 2] Der ander titel des andern buchs. Die hendler und handwergsleute betreffent, hat VI art. | |
| I. Ein jeder sal sein gewerb, hantierung und handel aufrichtig treiben. | Zum Text |
| II. Die becken sollen recht gewicht backen und vorkeufen. | Zum Text |
| III. Von fleischern. | Zum Text |
| IV. Von goltschmiden. Wie hob golt und silber gearbeit sal werden. | Zum Text |
| V. Von kramern. | Zum Text |
| VI. Frembde kramer sollen außerhalb der jare- und wochenmerkte alhie nicht feil haben. | Zum Text |
| 7. Von den spinnenfressern und tiriakverkeufern. | Zum Text |
| 8. Von barbirern und badern. | Zum Text |
| 9. Keine handwerk soll hinfurder under sich selbst oder fur ihre handwerk kein statut noch ordnung machen noch verändern ohne vorwissen des rats und erleubnus. | Zum Text |
| Der III. titel des andern buchs. Von aufkeufen der vitalien vor den toren und in gassen und von furkeufern ader höken, hat V art. | |
| I. Vor den toren und in gassen nichts zu kaufen. | Zum Text |
| II. Die war, speise und anders einander nicht aus den henden zu reißen ader eins das andere vom kauf zu bringen. | Zum Text |
| III. Kein furkeufer ader höke sal den frembden ihre wäre unter einer zeit apkaufen. | Zum Text |
| IIII. Von strafe der furkeufer, so hirwider handeln. | Zum Text |
| V. Furkeufer und hoken sollen mit den frembden keine beredung machen. | Zum Text |
| Der vierde titel des dritten buchs. Von hausgenosen und derselben mitzins, hat V art. | |
| I. Wen hausgenössen iren mitzins zalen sollen. | Zum Text |
| II. Von erstatung der scheden, so hausgenössen getan. | Zum Text |
| III. Die wirte mögen umb ihren hauszins umb zugefugte scheden selbst pfenden. | Zum Text |
| IIII. Von strafe der hausgenössen, die ihre gutere heimlich aus der miete entwenden. | Zum Text |
| V. Der wirt sal umb seinen hauszins den furtritt haben. | Zum Text |
| Der V. titel. Von burgschaft, hat VIII art. | |
| I. Ursache dieser satzung. | Zum Text |
| II. Warumb burgschaft erfunden. | Zum Text |
| III. Burgschaft gehet auch auf die erben. | Zum Text |
| IIII. Von schlechter burgschaft. | Zum Text |
| V. Wenn der selbschuldige außer dieser gericht wohnet. | Zum Text |
| VI. Von selbschuldigen burgen. | Zum Text |
| VII. Wenn ein glaubiger dem selbschuldigen ferner frist gibt. | Zum Text |
| VIII. Der burge, so sich ledig sein vorgibt, sal das nachprengen. | Zum Text |
| Der VI. titel. Von hypotek und vorpfendung der gutere, hat III art. | |
| I. Ein jeder mag sein eigen guter vorpfenden. | Zum Text |
| II. Kein haus zinsbar zu machen. | Zum Text |
| III. Von erstigkeit und vurzug in Pfandgutern. | Zum Text |
| Der VII. titel. Von keufen und vorkaufen, hat V art. | |
| I. Welche keufe kreftig zu achten. | Zum Text |
| II. Wo ein vorkeufer ausfellig wurde. | Zum Text |
| III. Wen der keufer ausfellig worden. | Zum Text |
| IIII. Den parten sal gepurlichs rechtens vorstatet werden. | Zum Text |
| V. Von strafe des parts, welches den kauf angefochten. [Seite 11] | Zum Text |
| VI. Die nehiste blutsfreunde sollen den vorkauf an unbeweglichen stamgueter haben. | Zum Text |
| VII. Unbewegliche gueter außer der stadt nicht zu vereußern. | Zum Text |
| Der achte titel. Von dinstboten, hat IX artikel. | |
| 1. Wes sich herren und frauen gegen ihren dinstboten und widerumb dienstboten gegen ihnen sich halten sollen. | Zum Text |
| 2. Herren und frauen sollen dienstboten ohne gute ursachen vor der zeit nicht enturlauben und widerumb. | Zum Text |
| 3. Von ferner straf derselben dinstboten. | Zum Text |
| 4. Von strafe deren, die solche dienstboten wissentlich mieten. | Zum Text |
| 5. Keinen dienstboten vor erlangetem urlaub anzunemen. | Zum Text |
| 6. Niemands sein gesinde abzuspenen. | Zum Text |
| 7. Von sondern ursachen des enturlaubens. | Zum Text |
| 8. Vom lohn, do man des enturlauben gute ursache hat. | Zum Text |
| 9. Dienstmagde sollen eigene mentel haben. | Zum Text |
| Der IX. titul. Von praescription oder vorfahrung, habet articulos 8. | |
| I. Was Verjährung sei und damit erlanget sei. | Zum Text |
| II. Zur Verjährung gehört ein gueter titel. | Zum Text |
| III. Zur Verjährung gehört auch ein gueter glaube. | Zum Text |
| IIII. Von Verjährung beweglicher guter. | Zum Text |
| V. Von Verjährung unbeweglicher guter. | Zum Text |
| VI. Von Verjährung, do der besitzer keinen gueten titel hat. | Zum Text |
| VII. Von Verhinderung der Verjährung. | Zum Text |
| VIII. Dem andern besitzer komet die zeit des ersten besitzers in der verjahrung zu gut. | Zum Text |
| Das dritte teil dieser statuten hat drei titel ader unterscheid. Der erste titel saget von erbfellen, hat zwei teil. | |
| Der erste teil. Von erbfellen und succession der blutsvorwanten, [Seite 12] do der verstorbene ane testament apgeschieden, auch kein ehegegaten vorlassen, hat VII art. | |
| Der erste unterscheid. Von succession, die niderwart gehet, hat VIII artikel. | |
| I. Von succession, so niederwärts gehet, als der kinder im ersten grade ader geliede in irer eltern verlassenen erbgutern. | Zum Text |
| II. Von succession der kinder und einiklin in irer eltern verlassenen erbschaft. | Zum Text |
| III. Von succession der einiklein in ihre groseldere gutern. | Zum Text |
| IIII. Von succession zwischen einiklin und ureiniklin. | Zum Text |
| V. Von fellen, do ein kind von seinen eltern bestatet were und erbliche vorzicht getan hette. | Zum Text |
| VI. Wen ein bestattet kind kein erbliche vor zieht getan hette. | Zum Text |
| VII. Ein gemeine regel. | Zum Text |
| 8. Ein gemeiner bericht der veter und kinder halben. | Zum Text |
| Das andere teil. Von succession und erbschaft, die aufwart gehet, hat IIII artikel. | |
| I. Von succession, da der vorstorbene erben allein in aufsteigender linien vorlassen hat. | Zum Text |
| II. Von succession im falle, do der vorstorbene erben in aufsteigender und seitlinien, baides im ersten grade, gelassen. | Zum Text |
| III. Von succession der erben aufwärts und seithalben, do ein teil im ersten und die ander part im andern grad were. | Zum Text |
| IIII. Wen kein erben des ersten grads in aufsteigender und keine im andern grade der seitlinien weren. | Zum Text |
| Das dritte teil. Von succession und erbschaft, die in die seiten gehet. | |
| I. Von succession, so allein in die seit- ader querlinien gehet. Eine gemeine regel. [Seite 13] | Zum Text |
| Der ander titel des dritten teils. Von succession zwischen eheleuten und ihren erben, hat IIII art. | |
| I. Wenn zwischen eheleuten ein beredung der succession halben aufgerichtet ist, die sal gehalten werden. | Zum Text |
| II. So die eheleut in stehender ehe einander ein ubergaeb getan haben, sal gehalten werden. | Zum Text |
| III. Wo eins der eheleut ein kreftig testament gemacht, dem sal nachgegangen werden. | Zum Text |
| IIII. Die pact, donation und testament der eheleut sollen iren elichen kindern ihre legitimam nicht mindern nach benehmen. | Zum Text |
| 5. Dem uberbleibenden ehegegat soll sein anteil im testament nicht verandert, sondern dem mag ein zulage getan werden. | Zum Text |
| Von fellen, do ein man ane pact, donation und testament vor seinen weibe, die ihme keine unbewegliche gutere zupracht hat, stirbet. | Zum Text |
| Der I. fall. Wenn ein man ein weip und eins ader zwei kinder vorlest. | Zum Text |
| Der II. fal. Wen ein man ein weip, darneben drei, vier oder mehr kinder nach sich lest. | Zum Text |
| Der III. fal. Wen ein man ein weip und keine kinder, sondern vatere, mutter nach sich vorlest. | Zum Text |
| Der IIII. fal. Wen ein man ein weib, darneben eldern und volle bruder ader schwestern nach sich lest. | Zum Text |
| Der V. fal. Wenn ein man ein weib, keine kinder nach eltern, sonder erben allein in der seitlinien lest. | Zum Text |
| Der VI. fal. Wenn ein man ein weip und gar keine erben nach sich lesset. | Zum Text |
| Der VII. fal. Wen ein man kein weib, auch gar keine erben nach sich lesset. [Seite 14] | Zum Text |
| Der VIII. fal. Wan ein weip unbewegliche gutere zu iren manne pracht ader pei ime von irer freundschaft bekommen hette. | Zum Text |
| Der IX. fal. Wenn ein weib kein unbewegliche guetere, sonder ein redlichen wert an beweglichen gutern zu ihrem manne pracht hette. Ein sonder zusatze den weibern zu gut. | Zum Text |
| Von fellen, da ein weip vor iren eheman stirbet. | |
| Der I. fal. Wen ein weip ihrem manne nur bewegliche guter zupracht hat und den man und kinder nach sich lest. | Zum Text |
| Der II. fall. Wan ein weip, die ihren manne bewegliche und unbewegliche gutere zupracht, ihme die unbewegliche guetere kreftig geaigent hat, stirbet, den man und kinder nach sich vorlest. | Zum Text |
| Der III. falle. Wenn das weib iren manne die unbewegliche gutere nicht geaigent hat und kinder vorlest. | Zum Text |
| Der IIII. fall. Wenn das weip keine kindere, sonder den man und erben aufewarts ader seithalben lest, do ime sein weip ire unbewegliche gutere kreftig geaigent hat. | Zum Text |
| Der V. fall. Wenn ein weip ire unbewegliche gutere irem manne nicht geeigent hat. | Zum Text |
| [Sonderzusatz] Wieviel ein weip von iren aigen unbeweglichen gutern in iren testament vorgeben mag. | Zum Text |
| Der VI. fall. Wenn ein weip ahne testament vorstirbet, allein iren man und gar kein erben nach sich lest. | Zum Text |
| Der VII. fall. Wen ein weip stirbet, die iren manne gar keine gutere zupracht nach bei ime ererbet hat. [Seite 15] | Zum Text |
| Der VIII. fall. Wenn ein weip stirbet ahne testament, keinen man, auch gar keine erben nach sich lest. | Zum Text |
| Ein gemeiner artikel von erbfellen. | Zum Text |
| Der ander titel des vierden buchs. Von erbtailungen, hat X artikel. | |
| 1. Wie erbteilungen zwischen zweien erben gemacht werden sollen. | Zum Text |
| 2. Wenn der erben drei oder mehr sind. | Zum Text |
| 3. Es sollen bei allen teilungen zwene ratsfreunde sein. | Zum Text |
| 4. Wenn in teilungen etwas furhalten oder betrug geupt were. | Zum Text |
| 5. Von inventirung der erbstuck. | Zum Text |
| 6. Fahrende habe soll uf begeren von ratswegens vorpetschirt werden. | Zum Text |
| 7. Von angeben der guetere, do nicht geburlich inventirt worden. | Zum Text |
| 8. Forma des eides. | Zum Text |
| 9. Wenn ein vater teilung gemacht hette. | Zum Text |
| 10. Die erben sollen schulden zahlen. | Zum Text |
| Der III. titel des III. teils. Von testamenten, hat VI art. | |
| I. Wer testament machen ader nicht machen köne. | Zum Text |
| II. Welche gutere in testamenten legirt, vorschafft und vorgeben werden konnen. | Zum Text |
| III. Von form und herligkeit der testament und, welche testament kreftig zu achten. | Zum Text |
| IIII. Von aufrichtung (der) testament, die nuncupativa genant werden. | Zum Text |
| V. Von testamenten, die man in scriptis nennet. | Zum Text |
| VI. Von eroffnung der testament. | Zum Text |
| VII. Von benenung des erben. [Seite 16] | Zum Text |
| 8. In was zeit der erbe sich der erbschaft unterwinden soll. | Zum Text |
| 9. Von Widerrufung der testament. | Zum Text |
| 10. Von zerruetteten testamenten. | Zum Text |
| Titel IIII des dritten teils dieser statuten. Von vormundschaften, hat XVI art. | |
| I. Die vorrede. | Zum Text |
| II. Der eltern absterben sal dem rate vorkundiget werden. | Zum Text |
| III. Von strafe dero, den gepuret, den todsval anzusagen, und das nicht tun. | Zum Text |
| IIII. Von vorordnung und bestetigen der vormunden. | Zum Text |
| V. Von strafe deren, die sich unbestetiget in vormundschaft dringen. | Zum Text |
| VI. Niemand sal sich aufgelegter vormundschaft / ahne rechtmeßige ursachen zu entschlahen haben. | Zum Text |
| VII. In was zeit die ursachen der enteußerung einpracht sollen werden. | Zum Text |
| VIII. Die widersetzigen sollen mit strafe zur vormundschaft gedrungen werden. | Zum Text |
| IX. Was einen vormunden, ehe dan er in die vormundschaft trit, zu tuen gepuret. | Zum Text |
| X. Von endung der vormundschaft. | Zum Text |
| XI. Von rechnung der vormunden. | Zum Text |
| XII. Kein minderjeriges kan ane autoritet seines vormunden ime selbst zu schaden etwas handeln. | Zum Text |
| XIII. Niemand sal der unmundigen kinder unbewegliche gutere ahne unser sondere nachlassung vorkaufen nach keufen. | Zum Text |
| XIIII. Die vormunden sollen irer unmundlein gutere nicht keufen. | Zum Text |
| 14. Wie es mit der mundlein beweglichen guetern gehalten soll werden. | Zum Text |
| XV. Wen die vormunden auf ader bei iren unmundlein forderung ader schulden hetten, das sollen sie im annehmen der vormundschaft dem rate anzeigen. [Seite 17] | Zum Text |
| XVI. Der apgestorbenen vormunder erben sollen zur rechnung der vormundschaft vorpunden sein. | Zum Text |
| Vide articul 18, 19, 20. | Zum Text |
| 18. Von des vormunden ampt und befel uber sein unmundlein. | Zum Text |
| Das IIII. teil dieser statuten. Vom gerichtlichen process, hat XXXIII titel. | |
| Der I. titel. Von citation und furladung, hat VIII art. | |
| I. Wie ein einhaimischer geladen sal werden. | Zum Text |
| II. Von furladung eines frembden, des wohnung man weiß. | Zum Text |
| III. Von citation eines, des wohnung man nicht weiß. | Zum Text |
| IIII. (Von citation) Der, so einmal schriftlich citirt worden ist, sal furder anders nicht dan per edictum citirt werden. | Zum Text |
| V. Von relation des gerichtsknechts vor gericht zu tuen. | Zum Text |
| VI. Von beweisung einer exequirten citation eins frembden. | Zum Text |
| VII. An feiertagen in kirchen ader uf kirchhofen sal niemand citirt werden. | Zum Text |
| VIII. Wenn ein part, wie obstehet, nicht gepurlich citirt ist worden. | Zum Text |
| Der II. titel. Von contumatia und ungehorsam der part, hat III art. | |
| I. Wan beide part, cleger und beclagter, ungehorsam seind. | Zum Text |
| II. Wen beclagter ungehorsam ist. | Zum Text |
| III. Wan cleger ungehorsam ist. | Zum Text |
| Der III. titel. Von volgenden gerichtstagen. hat VI art. | |
| I. Von dem andern gerichtstage. | Zum Text |
| II. Von dem dritten gerichtstage. | Zum Text |
| III. Von ungehorsam des beclagten zum dritten gericht. | Zum Text |
| IIII. Vom vierden gericht. [Seite 18] | Zum Text |
| V. Von erscheinen ader ungehorsam des beclagten zum virden gericht und von der ehehaft. | Zum Text |
| VI. Wen der beclagte peremptorie citiret und ungehorsam außen pleibet. | Zum Text |
| Der IIII. titel. Von mandat ader volmacht der procurator, hat IIII art. | |
| I. Es sal keiner, fur ein andern in gericht zu clagen, ahne gnugsam mandat zugelassen werden. | Zum Text |
| II. Wo des clegers mandat fur ungnugsam erkant. | Zum Text |
| III. Von beclagtes angemasten anwalden mandat. | Zum Text |
| IIII. Von coniunctpersonen. | Zum Text |
| V. Wer coniuncte personen sein. | Zum Text |
| Der V. titel. Von der clage, hat IIII art. | |
| I. Welche clagen alhie am gericht als tuchtig zugelassen sollen sein. | Zum Text |
| II. Form personlicher clage. | Zum Text |
| III. Form einer clage auf gut. | Zum Text |
| IIII. Welche clagen unformlich zu halten. | Zum Text |
| V. Dem beclagten sol copia der clage gegeben werden. | Zum Text |
| Der VI. titel. Von exceptionen und ausflucht der antworter, hat IIII art. | |
| I. Der antworter sal alle sein declinatorien und dilatorien exception uf ein gericht einprengen. | Zum Text |
| II. Von exception wider form der clage. | Zum Text |
| III. Von exception wider die personen, so in gericht sitzen. | Zum Text |
| IIII. Von peremptorien exceptionen. | Zum Text |
| Der VII. titel. Von caution und furstand umb expens und zur widerclage und von gewehr, hat VI art. | |
| I. Wer furstand zu bestellen nicht schuldig. | Zum Text |
| II. Wer furstand zu bestellen schuldig, und wie der zu bestellen. | Zum Text |
| III. Von der gewehr, wie die bestellet sal werden. | Zum Text |
| IIII. Caution und gewehr sollen vor des beclagten antwort gefordert und bestellet werden. [Seite 19] | Zum Text |
| V. Von strafe des clegers, der sich, caution und gewehr zu bestellen, widert. | Zum Text |
| VI. Warzu bestellung der gewehr nutzet. | Zum Text |
| Der VIII. titel. Von der antwort und kriegsbefestung, hat V artikel. | |
| 1. Wenn die antwort getan sol werden. | Zum Text |
| 2. Von straf des beclagten, der nicht antworten will. | Zum Text |
| 3. Wo kein gewehr gefodert noch bestellet worden und doch antwort getan ist. | Zum Text |
| 4. Wen der beclagte der clage gestendig. | Zum Text |
| 5. Wen beclagter zur clage nein sagt. | Zum Text |
| Der VIII. titel. Von beweis, hat XI art. | |
| I. Wer beweis zu tun schuldig. | Zum Text |
| II. In was frist ein beweis volfurt sal werden. | Zum Text |
| III. Wie die zeit der beweis gerechent sal werden. | Zum Text |
| IIII. Wen ein zeugenfuhrer sein zeit ahne ehehaft vorseumbt. | Zum Text |
| V. Wenn die vorseumnis nicht vom part, sondern von den richter darflusse. | Zum Text |
| VI. Welche personen nicht zeigen konnen. | Zum Text |
| VII. Form des zeugenaides. | Zum Text |
| VIII. Kein zeuge ist in seiner ansage beglaubt ahne den aid. | Zum Text |
| IX. Wie man die zeugen, kundschaft zu geben, zwingen mag. | Zum Text |
| X. Kein undinstlich, nicht relevirend weisartikel und interrogatoria zuzulassen, und vom examen. | Zum Text |
| XI. Von eröffnung des zeugnis und der part disputation darauf. | Zum Text |
| Der IX. titel. Von heimschiebung und leistung der eide, hat VII art. | |
| I. Cleger mag beclagten auf sein gewissen schuldigen. | Zum Text |
| II. Wen die beschuldung aufs gewissen getan werden sal. [Seite 20] | Zum Text |
| III. Der antworter mag sich des zugeschobenen aids entreden. | Zum Text |
| IIII. Der beclagte mag den cleger den aid fur geferd deferiren. | Zum Text |
| V. Die aide sollen die part aigener person laisten. | Zum Text |
| VI. In was zeit die aide volfuhret werden, und wie sich die part darinnen halten sollen. | Zum Text |
| VII. Welcher part am ersten schweren soll. | Zum Text |
| VIII. Wes die gerichtshelder im val, do es zu volfuren der eide gelanget, sich halten sollen. | Zum Text |
| Der X. titel. Von urtailen, hat III art. | |
| I. Die gerichtshelter mögen die urtail selbst fassen. | Zum Text |
| II. Wo die sache den gerichtsheldern zu schwer, da sollen und mögen sie die acta umb rechtsbelehrung vorschicken. | Zum Text |
| III. Wes sich die gerichtshelder mit der rechtsbelernung halten sollen. | Zum Text |
| IIII. Von eroffnung der urtail. | Zum Text |
| Der XI. titel. Von leuterung, hat II art. | |
| I. In was zeit ein leuterung einpracht und wie darmit procedirt sal werden. | Zum Text |
| II. Von oberleuterung. | Zum Text |
| 2. Welche leuterung zugelassen sollen werden. | Zum Text |
| Der XII. titel. Von appellation und berufung, hat VII art. | |
| I. In was zeit die appellation getan sol werden. | Zum Text |
| II. In was zeit die aposteln gesucht sollen werden. | Zum Text |
| III. Wen der appellant dene richter nicht haben konte. | Zum Text |
| IIII. In was frist die inhibition sal auspracht und geantwortet werden. | Zum Text |
| V. In was zeit die appellation justificirt sal werden. | Zum Text |
| VI. Von strafe des seumigen appellanten. | Zum Text |
| VII. Das kein appellation von beiurteilen zugelassen sol werden. [Seite 21] | Zum Text |
| Der XIII. titel Von expens ader gerichtskost, hat VI art. [Zum Text] | |
| I. Wie das gewinnent part sein expens angeben sal. | Zum Text |
| II. Von tax der expens. | Zum Text |
| III. Welches notdurftige expens seind. | Zum Text |
| IIII. Was unnotdurftige ader ubermeßige expens genant. | Zum Text |
| V. Von aidlichen erteuren taxirter expens. | Zum Text |
| Der XIIII. titel. Von zalung ader ausrichtung des, das ein part mit gericht erlanget hat. [Zum Text] | |
| Der XV. titel. Von execution ader hilf, hat XX art. [Zum Text] | |
| I. Wen die hulf getan sal werden. | Zum Text |
| II. Die hulf sal zum ersten zu beweglichen gutern getan werden. | Zum Text |
| III. Das zu der varnus, daran einen seine degliche unterhalt stehet, ahne ursache nicht sal vorholfen werden. | Zum Text |
| IIII. Darnach sal die hulf zu unbeweglichen gutern getan werden. | Zum Text |
| V. Volgent zu seinen schulden. | Zum Text |
| VI. Von strafe des schuldigers, der wider diesen bevel handelt. | Zum Text |
| VII. Von hulfe wider die person des schuldigers. | Zum Text |
| VIII. Wie es mit der person, zu dero vorholfen, kegen dem einlendischen glaubiger gehalten sal werden. | Zum Text |
| IX. Der glaubiger sal sich vorpflichten, die person nicht unpfleglich zu halten. | Zum Text |
| X. Wie lang der glaubiger die vorholfen person halten mag. | Zum Text |
| XI. Wie der vorholfen person arbeit estimirt sal werden. | Zum Text |
| XII. Wes der glaubiger mit der vorholfen person, die ihme ausrichtung ader zalung getan hat, sich halten sal. | Zum Text |
| XIII. Wie es mit der vorholfen person kegen einen einlendischen unbesessenen, auch einen auslendischen glaubiger gehalten sal werden. | Zum Text |
| XIIII. Wie die vorholfen person dieses falles gehalten sal werden. | Zum Text |
| XV. Wen der glaubiger mit der azung seumig wurde. [Seite 22] | Zum Text |
| XVI. Wo der glaubiger uber zwue tagereis von hinnen entsessen. | Zum Text |
| XVII. Dem glaubiger sal diese ankundigung in sein wohnung getan werden. | Zum Text |
| XVIII. Wie lang die vorholfen person also gehalten moge werden. | Zum Text |
| XIX. Wen die person, wider die vorholfen, entwirde. | Zum Text |
| XX. Von hilf umb liedlohn. | Zum Text |
| XXI. Umb was schulden der fron helfen mag. | Zum Text |
| 22. Von der hulf in dinglichen sachen. | Zum Text |
| Der XVI. titel. Von cession der guter, hat I art. [Zum Text | |
| I. Der schuldiger sal sich der hulf mit der cession nicht schutzen. | Zum Text |
| Der XVII. titel. Wie es mit vorholfen gutem gehalten sol werden, hat XIIII art. [Zum Text | |
| I. Wie es mit lebendigen tiren, darzu vorholfen, gehalten sal werden. | Zum Text |
| II. In was zeit der schultman sein viehe wieder loesen möge. | Zum Text |
| III. Wenn das viehe, darzu vorholfen, keinen nutz gibt. | Zum Text |
| IIII. Wan der schuldiger das viehe nicht lösete. | Zum Text |
| V. Wen das vorholfene viehe sturbe. | Zum Text |
| VI. Wie es mit vorholfenen beweglichen gutem außerhalb lebendiger tier gehalten sal werden. | Zum Text |
| VII. In was zeit und maße der schuldiger wiederumb zu denselbigen gutem gelassen werden sal. | Zum Text |
| VIII. Wie es mit den vorholfenen unbeweglichen gutem gehalten sal werden. | Zum Text |
| IX. In was zeit der schuldiger zu den vorholfen unbeweglichen gutem sal zugelassen werden. | Zum Text |
| X. Wie es mit aufgewanter unkost gehalten sal werden. | Zum Text |
| XI. Von fruchten und andern nutzungen des vorholfenen guts, wem die pleiben sollen. | Zum Text |
| XII. Wen der schuldiger das unbewegliche gut binnen jarsfrist nicht zu sich prechte. | Zum Text |
| XIII. Wen das gut zu voller zalung nicht raichete. [Seite 23] | Zum Text |
| XIIII. Wo das vorholfen gut die schulde ubertreffe. | Zum Text |
| 15. Die fruchte sollen an der hauptsumma, doch mit einer maß, angezogen werden. | Zum Text |
| Der XVIII. titel. Von helfgelde, hat II art. [Zum Text | |
| I. Wivil man zu helfgelde geben sol. | Zum Text |
| II. Wer das helfgeld tragen soll. | Zum Text |
| Der XIX. titel. Von der tax und schatzung umb vorholfen gutere, hat II art. [Zum Text | |
| I. Wie die gutere geschatzt sollen werden. | Zum Text |
| II. Die gericht mogen in schatzung der gutere andere zu sich ziehen. | Zum Text |
| Der XX. titel. Von der part rechtssetzen, wie und in was zeit die furzubrengen, hat VI art. [Zum Text | |
| I. Die part mogen ire notdurft mundlich ader schriftlich einprengen. | Zum Text |
| II. Die part sollen ire setze von 14 dagen zu 14 tagen einbrengen. | Zum Text |
| III. Die part sollen mit dreien setzen beschließen. | Zum Text |
| IIII. Wen im letzten satze neuerung einpracht. | Zum Text |
| V. Die sachen sollen nicht weitleuftig, auch ahne iniurien und schmae furpracht werden. | Zum Text |
| VI. Wen part lange mundliche setze einprengen. | Zum Text |
| Der XXI. titel. Von advocaten-, procurator- ader rednerbesoldung, hat III art. [Zum Text | |
| I. Was man einem procurator ader redner zu besoldung geben sol. | Zum Text |
| II. Weniger zu geben ist unvorpoten. | Zum Text |
| III. Von advocatenbesoldung. [Seite 24] | Zum Text |
| Der XXII. titel. Wie es mit weibesbildern, unmundigen, sinlosen in rechtfertigung gehalten sal werden, hat II art. [Zum Text | |
| I. Weibesbilder, unmundige, sinlose sollen zu ihren clagen krigische vormunden haben. | Zum Text |
| II. Desgleichen sollen sie zur antwort mit vormunden vorsehen werden. | Zum Text |
| Der XXIII. titel. Wie es kegen denen, die umb schulden außer gericht vorclaget werden, gehalten werden sal, hat III art. [Zum Text | |
| I. Bekante ader beweisene schulden außer gerichts sollen in virzehen tagen bezalet werden. | Zum Text |
| II. Wen der schuldiger, wie obstehet, nicht zalete. | Zum Text |
| III. Wen der schuldiger umb die beclagte schulden nicht gnugsam besessen were. | Zum Text |
| Der XXIIII. titel. Von clage und hilf umb unvortagte schulden, hat III art. [Zum Text | |
| I. Umb unvortagte schulden sal nicht geclagt nach vorholfen werden. | Zum Text |
| II. Pena des glaubigers, so umb unvortagte schulden claget. | Zum Text |
| III. In was fellen der glaubiger die zalung vor der zeit suchen mag. | Zum Text |
| Der XXV. titel. Von reconvention und widerclage, hat I art. [Zum Text | |
| I. Diee reconvention sol vor erorterung der convention nicht zugelassen werden. | Zum Text |
| Der XXVI. titel. Von compensation, hat III art. [Zum Text | |
| I. Es* sal kein compensation, das ist apkurzung der kegenschuldung, vorstattet werden. | Zum Text |
| II. Nach getaner zalung ist dem schuldiger sein kegenrecht furbehalten. | Zum Text |
| III. Wen die schulden auf rechnung stehen. [Seite 25] | Zum Text |
| Der XXVII. titel. Von der vorclage und, wen sich zwei part darumb dringen, hat III art. [Zum Text | |
| I. Wer die erstigkeit der furladung hat, der sol die vorclage behalten. | Zum Text |
| II. Dem citirten sol kein citation wider dene, so die erste citation erlanget hat, gestatet werden. | Zum Text |
| III. Wen die part mit ankundung der citation seumig werden. | Zum Text |
| Der XXVIII. titel. Von gastgericht, hat IIII art. [Zum Text | |
| I. Es sal kein gast alhie mit recht furgenomen werden. | Zum Text |
| II. Etliche felle, darumb ein gast alhie mag furgenomen werden. | Zum Text |
| III. Es sal kein gastgericht wider die burger ader andere einwohner alhier gestatet werden. | Zum Text |
| IIII. Allein dem wilden gast sol gastgericht wider burgere ader andere einwohner vorstatet werden. | Zum Text |
| Der XXIX. titel. Von ferien, hat VII art. [Zum Text | |
| I. Von zweierlei ferien. | Zum Text |
| II. Von ferien gots und der heiligen, die wir feuertage nennen. | Zum Text |
| III. In diesen ferien sal nichts gerichtlichs gehandelt, auch kein citation getan werden. | Zum Text |
| IIII. Von ferien zu notdurft den menschen aufgesetzt. | Zum Text |
| V. In diesen ferien sollen alle gerichtliche proceß und handelunge stillesten, es wurde dan durch die part anders gewilliget. | Zum Text |
| VI. Die part mogen diesen ferien renunciiren. | Zum Text |
| VII. Diese renunciation sal registrirt werden. | Zum Text |
| Der XXX. titel. Von ehedinge, hat VI art. | [Buch IV Titel 30] |
| I. Wen ader auf was zeit die eheding alhie gehalten werden. | Zum Text |
| II. Wen die clage unter 30 fl ader umb bewegliche gutere getan. [Seite 26] | Zum Text |
| III. Wen die clage 30 fl und daruber ader unbewegliche gutere betreffent. | Zum Text |
| IIII. Von ungehorsam der beclagten. | Zum Text |
| V. Von zalung und hulfe. | Zum Text |
| VI. Vom gewette in ehedingen. | Zum Text |
| 7. Von citation zum eheding. | Zum Text |
| Der XXXI. titel. Von bestellung sonderer gericht, hat IIII art. | Zum Text |
| I. Zu donation und ubergaben mogen sondere gericht bestellet werden. | Zum Text |
| II. Donation und ubergaeb, vor diesen gerichten getan, kreftig zu achten. | Zum Text |
| III. Die neheste erben zu citiren. | Zum Text |
| IIII. Wo die citirten erben ungehorsam außen plieben. | Zum Text |
| Der XXXII. titel. Etliche gemeine bericht, das gericht betreffent, hat IIII art. | Zum Text |
| I. Wievil personen in gericht sitzen sollen. | Zum Text |
| II. Uf was zeit die ordentliche gericht alhie gehalten sollen werden. | Zum Text |
| III. Wer gericht hegen und aufgeben sol. | Zum Text |
| IIII. Wie gericht geheget und aufgeben sal werden. | Zum Text |
| Der XXXIII. titel. Von arrest ader kommern, hat XVIII art. | Zum Text |
| I. Ist ein vorede. | Zum Text |
| II. Was ein part mit kommern erlanget. | Zum Text |
| III. Wider burger und einwohner sal unvorhöeret kein kummer vorstattet werden. | Zum Text |
| IIII. In was fellen kommer gestattet sol werden. | Zum Text |
| V. Von kommer wider frembde personen ader gutere. | Zum Text |
| VI. Von strafe deren, so ahne gute ursachen kommer getan. | Zum Text |
| VII. Der gerichtshelder sal getanen kommer dem part ansagen lassen. | Zum Text |
| VIII. Der gerichtshelder sal getanen kommer ordentlich in sein buch vorleiben. [Seite 27] | Zum Text |
| Zum Text | |
| X. Von proceß nach getanen und erlangten kommer. | Zum Text |
| XI. Die gekommerte person ader gut sol in gerichten unentwendet pleiben. | Zum Text |
| XII. Von strafe deren, so die gekommerte habe ader gut entwenden lassen. | Zum Text |
| XIII. Was wider dene, des person ader gut gekommert und sich ader das gut aus den gerichten gewendet, furgenomen sal werden. | Zum Text |
| XIIII. Von heimlichen kommern. | Zum Text |
| XV. Von fallen getaner kommer. | Zum Text |
| XVI. Dem vorkommerten sal sein recht wider den cleger im falle der nichtvolge vorbehalten sein. | Zum Text |
| XVII. Wie dem, so einen getanen kommer fallen hat lassen, ferne kommers gestattet sal werden. | Zum Text |
| XVIII. Wie die part,wider die kommer begeret,sich des entschlahen mögen. | Zum Text |
| Das funfte teil dieser statuten saget von malefiz- ader peinlichen sachen und, wie darinnen gehandelt sal werden, hat drei teil. | Zum Text |
| Der erste teil meldet von den gefengnissen, fenglichem einzihen und halten der personen, hat VII art. | Zum Text |
| I. In peinlichen sachen ist sonder große fursichtigkeit not. | Zum Text |
| II. Von fengnissen, wie die zugericht sollen sein. | Zum Text |
| III. Die gefangene ahne ursache nicht lang zu halten. | Zum Text |
| IIII. Von azung der gefangen. | Zum Text |
| V. Von fenglichen anehmen, des ampts halben getan. | Zum Text |
| VI. Von fenglichen anehmen uf ansuchung eins parts. | Zum Text |
| VII. Der gefangene sal, wo es not, unvorzuglich vorhoret werden. | Zum Text |
| Das ander teil der malefizsachen saget von scharfer ader peinlicher frage und, wie ein gerichtshelder, ehe dan er darzu gtreifet, sich halten sal, hat XIII art. | Zum Text |
| I. Auf die taet, darumb der gefangene eingezogen, gut acht und nachfrage haben. | Zum Text |
| II. Auf die person des gefangenen, wes gerichts die sei, achtung zu geben. | Zum Text |
| III. Auf gefangenen geperde und wort gut achtung zu geben. [Seite 28] | Zum Text |
| IIII. Mit den gefangenen durch gerichtsknecht zu practiciren. | Zum Text |
| V. Wenn der gefangene der tat uberwunden ist. | Zum Text |
| VI. Wenn der gefangene der tat nicht bekant nach dero uberwunden ist. | Zum Text |
| VII. Der gefangene sal nicht peinlich angegriffen werden ahne gnugsame indicia. | Zum Text |
| VIII. Von indicien ein gemeiner bericht. | Zum Text |
| IX. Wen keine ader ungnugsame indicia vorhanden seind. | Zum Text |
| X. Was maße in peinlicher frage gehalten sal werden. | Zum Text |
| XI. Forma einer frage. | Zum Text |
| XII. Wes man sich nach getaner scharfer frage halten sol. | Zum Text |
| XIII. Drei besondere artikel. | Zum Text |
| Das dritte teil der malefizsachen, von peinlicher rechtfertigung, hat VI art. | Zum Text |
| I. Dem gefangenem sal der peinliche rechtstag vorkundet werden. | Zum Text |
| II. Von haltung des gerichts. | Zum Text |
| III. Dem gefangenen sal beistand vorgonstiget werden. | Zum Text |
| IIII. Von einen misprauch in eroffnung der urteil. | Zum Text |
| V. Wen ein anclager mit den rechten nicht procedirt. | Zum Text |
| VI. Von strafe handhaftiger tat. | Zum Text |
| 7. Wie das halsgericht geheget sol werden. | Zum Text |
| Das VI. teil dieser statuten ist ein ratsordnung, hat XIII art. | Zum Text |
| In die Ausgabe ist ihr [Ratsordnung] Text aus den in der Einleitung S. 32* f. angegebenen Gründen und, weil außerhalb des rezeptionsgeschichtlichen Zweckes der Edition liegend, nicht mitaufgenommen, deshalb auch oben ins Register nicht die Aufführung der einzelnen Artikel. | |